Die Deutsche Braunviehschau 2012 in Buchloe wirft ihre Schatten voraus
Ausstellungstiere und Verkaufsgenetik anmelden!
Am Samstag und Sonntag, 31. März und 1. April 2012 findet in Buchloe wieder die Deutsche Braunviehschau statt. Es ist geplant, am Samstagabend in gewohnter Weise Top-Genetik in Form von Elite-Tieren und Embryonenpaketen zu versteigern, nachdem zuvor Nachzuchtgruppen aktueller Braunviehstiere präsentiert wurden. Das Preisrichten der Kühe erfolgt am Sonntag. Neben dem Wettstreit von ca. 100 Spitzenkühen der deutschen Braunviehzucht werden die verschiedenen Jungzüchterclubs mit selbst ausgewählten Jungrindern im Einzelwettstreit in den Juniorklassen um die Plätze eifern. Auch ein Kälbervorführwettbewerb für Kinder von 6 bis 14 Jahren findet am Samstagnachmittag wieder statt. Die Kälber sollten vor dem 1. Februar 2012 geboren sein.
Die Vorauswahl der Ausstellungskühe und Verkaufstiere erfolgt durch den jeweiligen Zuchtverband bis Mitte Februar 2012. Sämtliche Züchter sind deshalb aufgefordert, ihre Ausstellungstiere und Verkaufsgenetik, die sie für die Schau für geeignet halten, umgehend, d.h. bis spätestens Freitag, 3. Februar 2012 an die zuständige Geschäftsstelle ihres Verbandes zu melden:
Für den Kindervorführwettbewerb (und Jungzüchterwettbewerb) werden Anmeldungen bis 24. Februar 2012 entgegengenommen.
An die Ausstellungskühe werden je nach Alter folgende Mindestanforderungen gestellt:
1. Probemelken 30 kg (mind. 28 kg)
100-Tage-Leistung 2800 kg
200-Tage-Leistung 5500 kg
1. Laktation 7000 kg Fett+Eiweißgehalt 7 %
mehrj. Durchschn.leistung 8000 kg Fett+Eiweißgehalt 7 %
Milchwert 100
Gesamtzuchtwert 100
Tiere von außerhalb Bayerns müssen aufgrund der BHV1-Freiheit Bayerns eine 4-wöchige Quarantäne mit entsprechenden Untersuchungen nachweisen!
Alle Züchter sind nochmals aufgefordert, ihre Tiere zu melden, da aufgrund des hohen Personalaufwandes nur gemeldete Tiere in der Vorauswahl berücksichtigt werden können!
Nach den erfolgreichen ersten beiden Jungzüchterschauen haben sich die bayrischen Jungzüchter wieder zusammengeschlossen um gemeinsam eine weitere Tierschau mit den Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein durchzuführen. Diese 3. BAYRISCHE JUNGZÜCHTER-NIGHT-SHOW findet am 17.März 2012 wieder in der Schwabenhalle in Wertingen mit einer Premiere statt. Es ist somit die erste Gesamtbayrische Schau seit der BHV-1 freien Anerkennung. Für die Anmeldung gibts es keine Leistungsbeschränkungen, somit ist es jedem Jungzüchter in ganz Bayern ermöglicht worden, sein bestes Tier zu präsentieren! Im Anschluss erfolgt dann eine gemeinsame Jungzüchterparty. Der Ablauf ist folgendermaßen geplant:
13:30 Uhr: Bambini- und Kindervorführwettbewerb
18:45 Uhr: Eröffnungsprogramm mit Einzug der jeweiligen Bezirksfahnen
ab 19:00 Uhr abwechselndes Richten der 3 Rassen und des Vorführsiegers mit Liveübertragung in die Stallungen
anschließend: Jungzüchterparty
Mit einer deutlichen Mehrheit von 78,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen haben am 26. Oktober 2011 die Mitglieder der Allgäuer Herdebuchgesellschaft (AHG) bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Ebersbach einer Zusammenlegung der beiden bisherigen Verbandsabteilungen Kempten und Kaufbeuren zugestimmt. Neuer gemeinsamer Sitz der AHG wird Kempten. Der außerordentlich gute Besuch von knapp 700 stimmberechtigten Mitgliedern belegte eindrücklich das hohe Interesse der Braunviehzüchter an der Zukunft ihres Zuchtverbands. Für die AHG endet damit der über 90-jährige Teil ihrer 118-jährigen Geschichte, in der sie zunächst seit 1919 zwei Geschäftsstellen und seit 1947 dann zwei selbstständige Abteilungen in Kempten und Kaufbeuren hatte. Erfreut dankte Vorsitzender Siegfried Schütz den Mitgliedern für ihr positives Votum und versprach Synergieffekte und eine höhere Effizienz durch die Zusammenlegung zum Wohle der Mitglieder und der Rasse Braunvieh. Die AHG mit ihren über 3100 Mitgliedsbetrieben stärkt mit diesem Schritt ihre Position als einer der größten Braunviehzuchtverbände weltweit und als größter Rinderzuchtverband in Bayern.
AHG
Seit 19. Oktober 2011 hat ganz Bayern des Status „BHV1-frei“. Nachdem die nördlichen Regierungsbezirke in Bayern bereits seit geraumer Zeit als BHV1-freies Gebiet anerkannt sind und damit denselben Status wie unsere Nachbarländer und –regionen Österreich, Schweiz und Südtirol haben, sind nun auch die noch verbliebenen drei südlichen Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Schwaben offiziell frei von BHV1. Damit wird dem seit Jahrzehnten mit hohem Aufwand betriebenen Bekämpfungsverfahren gegen die BHV1 (früher IBR) der lange ersehnte Erfolg beschert. Dies bedeutet einerseits, dass ab sofort aus Gebieten ohne den Status „BHV1-frei“ (und damit aus allen anderen deutschen Bundesländern) Rinder nur noch nach einer 4-wöchigen Quarantäne nach Bayern verbracht werden dürfen! Andererseits ermöglicht uns dies eine erheblich leichtere Vermarktung von Zuchtvieh in die bereits BHV1-freien Nachbar-Länder und -Regionen, was durchaus neue Vermarktungschancen eröffnet.
Der Südtiroler Braunviehzuchtverband veranstaltet am Samstag, 26.11.2011 in Bozen seine alljährliche Eliteversteigerung. Hierzu sind auch 8 Jungrinder im Alter von 1 – 18 Monate und trächtige Kalbinnen mit mind. 3 Monaten Trächtigkeitsdauer aus dem Ausland zugelassen. Interessierte Züchter melden sich bitte bis spätestens Freitag, 30. September bei der AHG-Geschäftsstelle in Kempten oder Kaufbeuren. Die detaillierten Zulassungs- und Verkaufsbestimmungen des Südtiroler Braunviehzuchtverbandes sind dort zu erfragen. Für Tiere aus Deutschland wird eine Quarantäne gefordert.
Besonders in den Herbstmonaten d.h. vor dem Aufstallen der Rinder ist es wichtig einen Überblick über das Angebot zu bekommen. Nur dadurch wird es möglich geeignete Käufern für tragende Tiere zu antworten. Außerdem können Quarantäne- und Transportplanung entsprechend sinnvoll organisiert werden. Aus verschiedenen Ländern liegen Anfragen vor.
Bitte sortieren Sie Ihre Rinderbestände und melden Sie umgehend verkaufsfähige Rinder ab ca. 2-3 Monate Trächtigkeit bei den jeweiligen Herdbuchorganisationen an. Bereits gemeldete Rinder werden selbstverständlich berücksichtigt. (Busch) AHG
AHG Kempten: 0831/52244-0
AHG Kaufbeuren: 08341/9394-0
Zuchtverband Weilheim: 0881/98998-0
Die aktuelle Liste des Bullenanpaarungsprogramms ist nun online.
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| Abbildung: Siegerkuh alt | Abbildung: Deutsche Schautiere | |
Auch dieses Jahr beteiligte sich die AHG an der Ausstellung der nordfranzösischen Züchter in Châtillon sur Seine. Hierbei konnten deutsche Jungkühe vorgestellt werden die auf einer Auktion in Kempten gekauft wurden. Die deutschen Tiere überzeugten vor allem durch Ihre korrekten Fundamente, ihre hervorragenden Euter und besonders durch ihre vergleichsweise hohen Leistungen. Diese jungen Tiere konnten allerdings hinsichtlich Ihrer Größe den wesentlich älteren französischen Jungkühen nicht die Spitzenplätze streitig machen. An die Spitze des starken Feldes der Jungkühe setzte der Schweizer Preisrichter Stefan Hodel eine Prince Tochter aus dem Betrieb Earl Laitiere Bertrand. Diese exzellente Jungkuh überzeugte durch Ihren enormen Rahmen und Ihr perfekt aufgehängtes Euter. Diese Kuh wurde auch von einem internationalen Preisrichtergespann mit Christoph Busch (Deutschland), Angelo Pozatti (Italien), Jeroen Kloosterziel (Niederlande) und Stefan Hodel (Schweiz) als Miss BGS ausgezeichnet. Zur Euteriegerin der Jungkühe wurde die Zaster Tochter Donis aus dem Betrieb Gaec Verdot gekürt, die auch Reservesiegerin der Jungkühe wurde.
Bei den Mehrkalbskühen konnte sich die zum fünften Mal abgekalbte Ace Tochter Upsilone des Betriebs Gaec des Brumonts durchsetzen. Reservesiegerin wurde die Drittkalbs Kuh Arlesienne die als Vater Pedigree besitzt. Auch die Eutersiegerin Brillante stammt von dem Stier Pedigree ab.
| Aus dem Schaukontigent von ca. 90 laktierenden Kühen hatten 26 Kühe 5 und mehr Laktationen. Die Qualität der alten Kühe hinsichtlich Euter, Fundament und Stärke war ein echter Beweis für die Funktionalität der Rasse Braunvieh in Frankreich. Abgerundet wurde der Erfolg der französischen Züchter mit einer flotten Eliteauktion. Ausgewählte Jungrinder, Kalbinnen und Jungkühe (insgesamt 34 Tiere) fanden zu attraktiven Preisen schnell Ihre Käufer. Bei den Betriebssammlungen gewann der Betrieb Gaec des Brumonts den Gesamttitel. |
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| Abbildung: Miss BGS mit den Preisrichtern |
Die Ergebnisse der Brown Swiss Bundesjungzüchterschau 2011 sind nun online!
Die Jungzüchter bedanken sich recht herzlich bei den Teilnehmern, Sponsoren und den Besuchern! Vielen Dank für die tolle Atmosphäre und diese wunderbare Tierschau!
Pünktlich zum Frühlingsbeginn erhalten Sie auch den neuen gemeinsamen Rundbrief aus dem Haus der Tierzucht. Hierbei erhalten Sie die Neuigkeiten aus der Entwicklung der AHG, der Genomischen Selektion, sowie Aktuelles aus der Blauzungenimpfung und der Vermarktung von Exporttieren.
Melden Sie weiterhin regelmäßig Rinder zum Export bei Ihrer Dienststelle der AHG an. Vor allem gesucht sind reinrassige Braunviehrinder, welche ca. drei bis sechs Monate trächtig sind. Ordentlich entwickelte Rinder (Entwurmung!) sind nach wie vor gut zu vermarkten.
Auch 2010 war die Allgäuer Herdebuchgesellschaft bei der EUROTIER in Hannover vertreten. Auf einem Gemeinschaftsstand der bayerischen Braunviehorganisationen präsentierte sich die AHG. Gezeigt wurden zwei Kuhgruppen mit je drei Tieren der Väter Jublend und Husjet. Außerdem wurde eine Gruppe Nutzkälber gezeigt, welche aus zwei reinen Braunviehkälbern und zwei WBB-Kreuzungen bestand. Über alle vier Ausstellungstage bestand reges Interesse von Züchtern und Mästern aus ganz Deutschland und der Welt an unserem Stand und der Rasse Braunvieh.
Ab 1. Januar gilt die neue BVD-Verordnung – jetzt Stanzohrmarken verwenden
Rinderhalter, die ab 1. Januar 2011 Zuchttiere und/oder Nutzkälber vermarkten wollen – und dies dürften vermutlich alle Milchviehhalter sein – sollten jetzt schon daran denken, dass ab dem neuen Jahr nur noch Rinder mit BVD-unverdächtigem Status den Betrieb verlassen und in einen anderen Bestand eingestallt werden dürfen! Dies betrifft insbesondere auch Jungkühe, die auf die Auktionen der AHG aufgetrieben werden. Tiere, die noch keinen BVD-Status haben, erhalten diesen entweder durch eine Blutuntersuchung oder – wesentlich einfacher und kostengünstiger – durch die Markierung ihres Kalbes mit der neuen Stanzohrmarke des LKV und anschließender Probeneinsendung über den Milchsammelwagen an das TGD-Labor. Wird das Kalb anhand der Ohrgewebeprobe nämlich als BVD-unverdächtig eingestuft, erhält die Mutter automatisch ebenfalls den BVD-unverdächtigen Status, denn nur eine BVD freie Kuh kann ein BVD freies Kalb zur Welt bringen.
Auch die Nutzkälber, die ab dem 1. Januar vermarktet werden sollen, werden jetzt geboren und sollten deshalb mit der neuen Stanzohrmarke markiert werden! Denn Kälberkunden in Norddeutschland fragen bereits jetzt dringend nach BVD-unverdächtigen Kälbern. Nur solche Tiere können sie im neuen Jahr noch problemlos als Fresser weitervermarkten.
Alle Kälber, die nach dem 1. Januar 2011 geboren werden, müssen ausnahmslos spätestens bis zur Vollendung des 6. Lebensmonats auf BVD untersucht werden. Sollen diese vermarktet werden, muss das BVD-Ergebnis vor der Vermarktung vorliegen. Lediglich auf direktem Wege von Stall zu Stall, das heißt ohne Händler oder Sammelstelle, dürfen dann Kälber ohne BVD-Status noch in einen reinen Mastbetrieb verbracht werden, wo sie sofort untersucht werden müssen. Unseren Allgäuer Milchviehhaltern nutzt diese Ausnahme nichts!
Wer also auch im neuen Jahr seine Nutzkälber und Jungkühe problemlos vermarkten möchte, dem sei dringend geraten, jetzt die neuen Stanzohrmarken zu verwenden und die Kälber in den ersten Lebenstagen zu markieren, damit der BVD-Status bereits auf das Stammdatenblatt (Tierpass) des Kalbes aufgedruckt werden kann. Derzeitige Beobachtungen zeigen, dass diese Untersuchungsmethode momentan noch von viel zu wenigen Milchviehhaltern, auch Nicht-MLP-Betrieben, genutzt wird, so dass im neuen Jahr erhebliche Vermarktungsprobleme drohen! Mit den neuen Stanzohrmarken kann dem am effizientesten und kostengünstigsten vorgebeugt werden.